
Aus Anlass der Manifestation heute in Délémont, gegen das Erdwärme-Projekt in Haute-Sorne weist Geo-Energie Suisse AG darauf hin, dass das Unternehmen alle Sicherheitsauflagen erfüllt und die Umweltverträglichkeit in einer umfassenden Studie überprüft worden ist. Das wegweisende Projekt wurde von Gemeinde, Kanton Jura und dem Bundesgericht gutgeheissen.
Die Energiestrategie 2050 der Schweiz hat ein wichtiges Ziel: Sie will die einheimischen erneuerbaren Energien deutlich stärken. Dazu gehört die Geothermie, sie ist eine unerschöpfliche und umweltfreundliche Energiequelle. Sie kann in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen, weil sie im Gegensatz zu Photovoltaik und Wind unabhängig von den Witterungsbedingungen gleichmässig und zuverlässig Energie liefert. Sie weist zahlreiche Vorteile für die Umwelt auf und sie ist im Vergleich mit anderen erneuerbaren Energien konkurrenzfähig.
Das Bundesamt für Energie hält auf ihrer Webseite fest: «Das geothermische Potenzial ist in der Schweiz sehr gross, vor allem für die geothermische Stromerzeugung mit der EGS-Technologie. Die Aussicht auf diese unerschöpfliche, saubere und kontinuierliche Energiequelle ist bestechend: Sie ist CO2-frei, liefert 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr lokale Energie und braucht wenig Platz.»
Mit dem Pilotprojekt in Haute-Sorne sollen wertvolle Erkenntnisse für den Bau und den Betrieb geothermischer Anlagen in der ganzen Schweiz gesammelt und die Beschaffenheit des Untergrunds erforscht werden. Die Erkundungsbohrung erlaubt es, die Beschaffenheit des Untergrundes bis in die Endtiefe von 4 bis 5 Kilometern präzise auszuloten. Damit bringt sie, unabhängig vom weiteren Projektverlauf und den geothermischen Aspekten, viele wertvolle erdwissenschaftliche Erkenntnisse zum Jurabogen zwischen Genf und Basel.
Für die Bevölkerung in der Region Haute-Sorne und für die Zukunft dieser Technologie an anderen Orten in der Schweiz, ist es entscheidend, die Sicherheit ins Zentrum zu stellen. Nach diesem Grundsatz werden alle anstehenden Arbeiten vorbereitet und ausgeführt. Ein umfassendes geophysikalisches Überwachungssystem, das während der Explorationsbohrung ergänzend zum Einsatz kommen wird, bietet grösstmögliche Sicherheit bei der Erkundungsbohrung und den Stimulationstests der ersten Etappe. Entscheide über eine allfällige zweite Bohrung sowie eine Stimulation des Untergrundes zur Bildung eines unterirdischen Reservoirs und den abschliessenden Bau des Kraftwerks wird jeweils erst nach der sorgfältigen Analyse der Messdaten gefällt.
Bei keiner Tiefbohrung in der Schweiz sind je Grundwasserverschmutzungen aufgetreten. Das Thema wurde umfassend in der Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt in Haute-Sorne berücksichtigt. Die Bohrlöcher sind mit einzementierten Stahlrohren geschützt und abgedichtet. Auch wenn die Bohrung potenzielle Grundwasseradern durchquert, findet kein Austausch mit Grundwasser statt.
«Wir sind uns bewusst, dass ein Pilotprojekt auch Besorgnis in der Bevölkerung auslösen kann. Wir legen nebst der Sicherheit deshalb auch grossen Wert auf eine umfassende und jederzeit transparente Information der Bevölkerung», sagt CEO Peter Meier von Geo-Energie Suisse und ergänzt: «Wir sind überzeugt, dass das Erdwärme-Projekt von der Bevölkerung mehrheitlich akzeptiert wird. Es ist politisch breit abgestützt, von Bundesgericht, Kanton und Gemeinde bewilligt. Und es ist über die Region hinaus wichtig für die nachhaltige, klimaneutrale Energiezukunft der Schweiz».
Peter Meier, CEO Geo-Energie Suisse, Tel +41 79 248 48 65
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