
Die Stimulationstests, die etwa einen Monat dauerten, wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Arbeiten verliefen planmässig, und die angestrebten Ziele wurden erreicht. Alle erforderlichen Daten wurden erfasst.
Es wurden keine spürbaren seismischen Ereignisse verzeichnet, jedoch konnte wie erwartet eine Mikroseismizität beobachtet werden.
Ziel der Stimulationstests war es, das Potenzial zur Erhöhung der Durchlässigkeit des Gesteins zu quantifizieren und damit die Möglichkeit zu bewerten, Wasser in dem künftigen geothermischen Reservoir zirkulieren zu lassen. Diese Tests stellen zudem eines der wichtigsten Elemente zur Reduzierung des seismischen Risikos dar.
Anhand der gesammelten Daten lassen sich die mechanischen und hydraulischen Eigenschaften des Gesteins charakterisieren und somit die Betriebsparameter der eigentlichen Stimulation (Drücke, Durchflussmengen, Dauer) sowie die optimale Ausrichtung der künftigen horizontalen Bohrung festlegen. Die Stimulation des geothermischen Reservoirs ist für die zweite Phase (2026–2027) vorgesehen, sofern das Projekt über die Explorationsphase hinaus fortgesetzt wird.
Die Tests waren in eine Abfolge von Schritten unterteilt, deren zeitlicher Ablauf wie folgt aussieht:
Die Arbeiten erforderten die Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen, die über bestimmte Hightech-Ausrüstung verfügten. Die Spezialisten waren rund um die Uhr vor Ort, um die Sicherheit der Arbeiten zu gewährleisten, da die Injektion kontinuierlich erfolgte. Trotz dieser Arbeitszeiten wurden keine Lärmbelästigungen verursacht.
Die Umweltüberwachung, insbesondere die Analyse des Rückflusswassers (13 m³), wurde von einem kompetenten Ingenieurbüro durchgeführt.
Was die Seismizität betrifft, so wurden bis zum 31. Juli mit den Bohrlochseismometern 3'387 seismische Ereignisse registriert, die alle eine sehr geringe Magnitude aufwiesen. Nur vier Erdstösse konnten während der Injektionen vom Oberflächennetz erfasst und vom Schweizerischen Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich im Rahmen seiner unabhängigen seismischen Basisüberwachung lokalisiert werden. Der stärkste Erdstoss wurde in diesem Netz mit einer Magnitude von 0,3 gemessen. Wie erwartet ist die seismische Aktivität nach Beendigung der Injektionen stark zurückgegangen. Sie beträgt nun nur noch 2 bis 3 Mikroseismen pro Tag, gegenüber mehreren Hundert während der Tests.
Derzeit ist die Bohrung gesichert. Eine permanente Überwachung des Drucks und der Seismizität bleibt weiterhin bestehen. In den kommenden Monaten werden sich die operativen Aktivitäten auf Wartungsarbeiten und allfällige ergänzende Messungen beschränken.
Der nächste Schritt besteht in einer Analyse der während der Explorationsphase gesammelten Daten, was insbesondere eine Aktualisierung des geologischen Modells und der Risikostudien ermöglichen wird. Geo-Energie Suisse wird prüfen, ob das Projekt wie geplant fortgesetzt werden kann, und ihre Berichte den zuständigen Behörden vorlegen, die diese mit Unterstützung der GEI (Gruppe unabhängiger Experten) prüfen werden. Das Projekt kann nur fortgesetzt werden, wenn alle Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.
Zur Erinnerung: Dieses Projekt könnte bei positiven Ergebnissen die Stromversorgung von mehr als 6'000 Haushalten ermöglichen.
Kontakt: Olivier Zingg T +41 79 321 43 20
| Geo-Energie Suisse AG ist das Schweizer Kompetenzzentrum für Tiefengeothermie zur Strom- und Wärmeerzeugung. Das Unternehmen wurde im November 2010 gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Stadtwerke sowie regionale Energieversorger aus der ganzen Schweiz (aet, EBL, ewz, EOS, ewb, GVM, iwb). Die Geo-Energie Suisse AG beschäftigt rund zwanzig Mitarbeitende und wird punktuell von externen Spezialisten unterstützt. |
| Geo-Energie Jura SA wurde 2015 gegründet. Ihre Aktionäre sind Geo-Energie Suisse AG, ebl, ewb und ewz. Ziel der Gesellschaft ist es, das Geothermieprojekt in Haute-Sorne zu realisieren und anschliessend zu betreiben. Aufgrund einer im Juni 2015 zwischen der Gemeinde Haute-Sorne, dem Kanton Jura und Geo-Energie Suisse geschlossenen dreiseitigen Vereinbarung ist die Gesellschaft in der Gemeinde Haute-Sorne ansässig. |