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Geo-Energie Suisse AG
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GV der Geo-Energie Suisse AG und erste GV der Geo-Energie Jura SA, Glovelier (JU), 1. Juni 2016

Am 1. Juni 2016 fanden die Generalversammlung der Geo-Energie Suisse AG und die erste GV der Geo-Energie Jura SA in Glovelier (JU) statt.


GV GES 1. Juni 2016

Insgesamt 34 Vertreterinnen und Vertreter der Aktionäre, des Verwaltungsrates der Geo-Energie Suisse AG sowie der Politik und Wissenschaft trafen sich am 1. Juni 2016 in Glovelier, in der jurassischen Gemeinde Haute-Sorne. Ihr Ziel: Sich vor Ort ein eigenes Bild des am weitesten fortgeschrittenen Tiefengeothermie-Projekts der Geo-Energie Suisse AG zu machen. 


GV GES 1. Juni 2016

Auf dem Gelände angekommen, teilte sich die zweisprachige Delegation in eine französischsprachige  und eine deutschsprachige Teilgruppe auf.

Den französischen Erklärungen von Daniel Schafer (Präsident des Verwaltungsrates der Geo-Energie Suisse AG, 3.v.l) und Olivier Zingg (Projektleiter Romandie, Geo-Energie Suisse, 1.v.r.) folgten: (v.l.n.r.): Pierre Brulhart, RCJU; Bertrand Chaillot, EOS; Daniel Schafer, VRP GES / CEO ewb, Christian Schaller, RCJU; David Eray, Regierungsrat RCJU, Thierry Lainé, EOS und Georges Migy, Haute-Sorne.

 

GV GES 1. Juni 2016

Anhand von Plänen und mündlichen Ausführungen zu den Details der geplanten Anlage, nahm die nachhaltige Energiezukunft vor den Augen der Gäste konkrete Formen an.


GV GES 1. Juni 2016

Auf dem etwa 18‘000 m2 grossen Gelände zwischen der Jurasphalte SA, (Industrieanlage zur Rückgewinnung von Teer), der Kantonsstrasse, der SBB-Bahnstrecke und der Landwirtschaftszone soll die zukunftsweisende Anlage einst zu stehen kommen. Am 15. Juni 2015 gab die jurassische Regierung bekannt, dass der Sondernutzungsplan „Pilotprojekt Tiefengeothermie“ bewilligt wurde.

Die Pilotanlage nutzt die natürliche Erdwärme zur Produktion von Strom. Maximal 5 MW Leistung soll das Geothermiekraftwerk einst haben. Damit kann Strom für rund 6’000 Haushalte produziert werden.

 

GV GES 1. Juni 2016

Anhand von detaillierten Plänen, erläuterte Peter Meier, CEO Geo-Energie Suisse, auch der deutschsprachigen Gruppe die Details rund um die geplante Anlage. Die Geo-Energie Suisse AG informierte die anwesenden Gäste dabei ebenso über die geplanten Bauetappen, wie auch über die projektierte Gesamtanlage.

 

GV GES 1. Juni 2016

Auch bei der deutschsprachigen Gruppe war das Interesse gross….

 

GV GES 1. Juni 2016

… und der abwechselnde Blick auf die Pläne und auf das abgesteckte Baufeld liessen auch hier die geplante Anlage Wirklichkeit werden.


GV GES 1. Juni 2016

Nach den ausführlichen Erklärungen und zahlreichen, beantworteten Fragen vereinten sich die beiden Landessprachen wieder und traten den Rückweg nach Glovelier an.

 

Diskutiert wurden Fragen wie:

„Welche Lehren hat man aus den Projekten in Basel (2006) und St. Gallen (2013) gezogen?“ - „Ist das Projekt versichert?“ - „Wie wird die Bevölkerung vor dem Erdbebenrisiko,  oder vor Lärmemissionen geschützt?“ - Aber auch die Frage nach Erfahrungen aus den Nachbarländern - insbesondere Frankreich und Deutschland wurden besprochen.

Kurz zusammengefasst seien hier die wichtigsten Fakten festgehalten:

Die Erfahrungen mit der Stimulation des tiefen Untergrundes in Basel lieferten die Grundlage zur Entwicklung des petrothermalen Multirissverfahrens der Geo-Energie Suisse AG. (Video des Multirissverfahrens). Heute weiss man zudem, dass die Standortauswahl (geringe natürliche Seismizität), die Form der Stimulation (etappenweise Stimulation kleiner Bereiche) sowie eine sorgfältige Überwachung der Seismizität, verbunden mit Grenzwerten unterhalb der Schadensgrenze, die zu einem sofortigen Abbruch der Stimulation führen, das Erdbebenrisiko massiv verringern.

Sollten dennoch Schäden entstehen, sind diese über eine Haftpflichtversicherung mit einem Versicherungswert von 100 Mio. CHF versichert. 

Auch der Schutz der Bevölkerung und der Umwelt ist den Projektverantwortlichen ein grosses Anliegen. Schliesslich handelt es sich um ein Pilotprojekt, welches - im Erfolgsfall - in der ganzen Schweiz zur weiteren Anwendung kommen soll. Allein schon aufgrund zukünftiger Akzeptanz ist höchste Sorgfalt bei der Umsetzung des Pilotprojekts gefordert.

 

GV GES 1. Juni 2016

Für den zweiten Teil des Anlasses, gesellten sich Gemeindepolitikerinnen und -politiker (Nicole Eggenschwiler, Jean-Bernard Vallat, Bürgermeister von Haute-Sorne), die das Projekt bereit gut kennen, zu den Gästen …

 

GV GES 1. Juni 2016

Der Apéro und das anschliessende Mittagessen boten zahlreiche Gelegenheiten für freudvolle ...

 

GV GES 1. Juni 2016

… und angeregte Gespräche (Werner Leu und Peter Burri, wissenschaftlich-technischer Beirat GES)

 

GV GES 1. Juni 2016

Um Punkt 13 Uhr startete dann die Generalversammlung der Geo-Energie Suisse AG.

 

GV GES 1. Juni 2016

Nach der Begrüssung durch den VRP Daniel Schafer, verlieh der Bürgermeister von Haute-Sorne, Jean-Bernard Vallat, seiner Hoffnung Ausdruck, dass das zukunftsträchtige Pilotprojekt der Region Haute-Sorne weit über die Kantonsgrenze hinaus positive Resonanz verschaffen werde. Schliesslich wird mit dem Projekt die Grundlage für einen weiteren, wichtigen Pfeiler der erfolgreichen Energiewende gelegt.

 

GV GES 1. Juni 2016

Auch Regierungsrat David Eray, Energie- und Umweltminister des Kantons Jura, verlieh seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Projektentwickler die Planung sehr sorgfältig angegangen sind und die Risiken - vor allem bezüglich Seismizität - von mehreren Instanzen sorgfältig überwacht würden. Auch er betonte den Pioniercharakter des Projekts und die Chance, die dies für den Kanton Jura bedeutet.


GV GES 1. Juni 2016

Nach Detailausführungen zum Projektfortschritt durch Peter Meier und Olivier Zingg, folgte eine Präsentation von Prof. Benoît Valley, (UNINE). Hierbei erläuterte er die Forschungszusammenarbeit im Rahmen des Schweizer Kompetenzzentrum für Energieforschung SCCER. (Präsentation anschauen)

 

GV GES 1. Juni 2016

Der Soziologe, Olivier Ejderyan (ETHZ), führte Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung und Akzeptanz der Tiefengeothermie in der Deutsch- und der Westschweiz aus und stellte weitere Grundlagenforschungen zum Thema - auch rund um das Projekt in Haute-Sorne in Aussicht. (Präsentation anschauen)


GV GES 1. Juni 2016

Den Abschluss der Veranstaltung bildete schliesslich die erste Generalversammlung der Geo-Energie Jura SA, der nur noch ein Teil der geladenen Gäste beiwohnte.